August 2021 – Der Semmering, Luftkurort der Wiener… eine nostalgische Geschichte

Wer das Buch “Der Semmering” von Wolfgang Kos vorher gelesen hat, betrachtet die Gegend mit einer geschichtlich angereicherten Ehrfurcht. Wie fashionable und mondän muss es vor 100 Jahren dort zugegangen sein, ermöglicht durch den Bau der Eisenbahn durch Ghega. Geblieben ist nur bröckelnder Charme der einst berühmten Hotels wie “Das Südbahnhotel” oder “Das Panhans”, die noch stehen. Viele andere wie “Das Kurhotel” oder “Das Grandhotel Erzherzog Johann” sind der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Begonnen hat der Aufenthalt mit irgendwie passendem Regen. Später hat sich versöhnlich die Sonne durchgesetzt.

Das Südbahnhotel wird im Sommer kulturell bespielt
Das riesige Panhanshotel, gerade einmal wieder gekauft und über eine Revitaliserung wird nachgedacht
Der Originalprospekt mit dem Panhans und der Bergkapelle – der Luftkurort wurde damit beworben
Die überall in die Berghänge gebauten Villen sind geschichtsträchtig wegen ihrer Architekten und damaligen Bewohner
Üppigstes Grün überall…
Die Sonne kommt gegen Abend heraus….
… erfreut verkündet von der alten Wetterstation auf der Promenade, der Hochstrasse.
Plötzlich schaut das Südbahnhotel wie neu aus. Was ein Dach ausmachen kann….
Im Innern nagt der Zahn der Zeit. Oben Ausblick auf die Terrasse und im Bild unten könnte man einen Blick in den immer noch eleganten Speisesaal werfen, wenn man das entsprechende Programm gebucht hätte.

2020 Juli – Besuch von Schloss Frohsdorf

Zum ersten Mal wieder allein unterwegs auf Erkundungstour. Ein neuer Anfang. Schloss Frohsdorf, ein Tipp aus Amerika. Eine kleine Rundwanderung entlang des Bourbonen- und dann später Rosalia Rundwanderweges . Belohnt mit der Ansicht eines wunderschönen Trauerfalters.

Der Baum ist unterwaschen und wird den nächsten Starkregen wohl nicht überleben
Ein verfallendes, zuwachsendes “Hexen”haus, kinderphantasieanregend…
Mittagessen im Gasthaus Zur Schmiede in Katzelsdorf
Alte Katzelsdorfer Katze
Schwarzer Trauerfalter (Neptis rivularis)
Schwarzer Trauerfalter (Neptis rivularis)

2018 Oktober – Ein wunderschönes Wochenende in Olomouc

Unsere diesjährige K(ultur)S(pass)B(ier) Reise führte uns mit unseren Freunden Christl und Ralf nach Olomouc, oder Olmütz, in Tschechien. Herrlichstes Herbstwetter, eine schöne alte Stadt, und wie immer köstliches Bier und günstige Kulinarik. Olmütz beherbergt die zweitälteste Universität Tschechiens.

Auftakt eines fröhlichen Wochenendes…

Die böhmischen Knödeln überzeugen, der Quargel leider nicht so sehr…

Das Rathaus

Die barocke Dreifaltigkeitssäule, im Jahr 2000 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt

Die astronomische Uhr im Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, leider im Geiste des sozialistischen Realismus aussen neu gestaltet

Ein Modell des Stadtplatzes in der Mitte sieht man das Rathaus und die Dreifaltigkeitssäule

Das erzbischöfliche Palais, in welchem Kaiser Ferdinand zu Gunsten von Franz Josef abgedankt hat. Dahinter die Krche des Hl Michael

Die Kanzel im Inneren dieser Kirche

Der Gesprächstoff ist uns nie ausgegangen…

Immer wieder interessante murales, die das Stadtbild oder eine Häuserfront verschönern

Der Wenzelsdom

Selfie stick und Handy…

Hübsche kleine Geschäfte…..

Imposante Statuen als Brunnenfiguren, hier der Cäsarbrunnen

Auch Feldmarschall Radetzky ist verewigt…. sowie Mozart an mehreren Häusern

Wunderschöner Jugendstil….

Keine Angst, diese schwarze Katze kann Deinen Weg nicht von links kreuzen

Ein versteckter sonniger Biergarten, wir geniessen die warme Oktobersonne

… und natürlich das gute Bier

Rast im Botanischen Garten

Wunderschöne Färbung…

Plan der Jugendstilvilla Primavesi

War einmal ein schönes Restaurant,  aber  leider geschlossen

Ein ungetümes Kunstwerk…

Der wunderschöne Stadtplatz gegen den Abend hin

Immer wieder herrliche Jugendstilfassaden

..oder wilde Männer

Mit der Chronistin

In der Strassenbahn

Geteilte Meinung, oder was ?

Ein Teil des Neptunbrunnens, jetzt Spielplatz

Am Stadtplatz gab es ein fröhliches Weinfest und viele Möglichkeiten zum Kosten

.. sowie das Konzert einer LAUTEN Pop-Band

2018-08-19./20 – Ein Wochenende in Mistelbach

Laut allen offiziellen Informationen sollte der jüdische Friedhof auf Waldstrasse 104 sein. Es war umnummeriert worden, und ein hilfreicher Polizist führte uns vors richtige Tor. Wikipedia wurde informiert und hat die Hausnummer ausgebessert.

Man betritt eine andere Welt…

Wir bemerken, dass nach 1938 keine Beerdigungen mehr stattgefunden haben…

Berührend, der hinzu gefügte Text der Enkel und Urenkel  aus Kolumbien

Da war die Welt noch ein bisschen mehr in Ordnung

Den Schlüssel haben wir bei Nr. 117 geholt. Ein alter Mann erzählt uns seine sehr interessante Lebensgeschichte, zeigt uns das Besucherbuch, und hier ist sein 17 Jahre alter Goldfisch, der letzte von Vieren

Die Grabsteine sind sehr gut gepflegt, manche schauen aus wie neu

Dann gibt es noch einen russische Friedhof. Im April 1945 verlief hier eine (letzte) Front vor Kriegsende.

Hier haben wir nur über den Zaun geschaut, der Schlüssel ist beim Gemeindeamt zu holen, und das war bei der herrschenden Hitze ein bissl zu mühsam

Ob hier auch Besucher und Verwandte aus Russland herkommen?

Eine lebensgrosse Statue von Michael Jackson – in Mistelbach !!

Sein Leben wird in grossen Bildtafeln erzählt, der Platz ist geschmückt für den am 29. August bevorstehenden 60. Geburtstag

Viele Kerzen warten auf die Feier

Es ist faszinierend, wie liebevoll das alles in Stand gehalten wird. https://noe.orf.at/news/stories/2583864/

Das neoklassizistische Rathaus krönt den Hauptplatz

Die Fähnchen wehen in Vorbereitung der kommenden Feste – ein Keltenfest, der Geburtstag von Hermann Nitsch, der Wein-Umgang, etc. etc

Die spätgotische Hallenkirche mit einem barocken Kirchturm auf einem Hügel, der den Liechtensteins gehört

Der romanische Karner aus dem 13. Jhdt. Ältestes Gebäude von Mistelbach

Der “fremde” Kirchturm

Das Wappen von Mistelbach

Vorderfront der Kirche. Wir verzichten auf die Besichtigung innen, weil gerade eine Messe gelesen wird

1502 war die Grundsteinlegung der Kirche

Romanisches Eingangstor des Karner

Das wunderschöne Bild im Torbogen

Abends werden wir hungrig und nach einigem Hin und Her landen wir beim Heurigen Seltenhammer in Raasdorf

Ein hübscher Innenhof erwartet uns

Gutes Essen und ein sehr guter Wein

Es gefällt uns hier und wir freuen uns des Lebens

Alles mit Mass und Ziel, schliesslich müssen wir noch ein paar Kilometer zurück fahren. Wir übernachten im Hotel zur Linde in Mistelbach.

Am nächsten Morgen gehts mit frischen Kräften zum MAMUZ, wo Hermann Nitsch eine Dauerausstellung gewidmet ist. Es darf nicht fotographiert werden. Mein Geschmack ist seine Kunst allerdings nicht.

Der Weg zum MAMUZ-Eingang ist mit Rosenbüschen verschönt, die trotz der Hitze wunderschön blühen

In der 2. Ausstellung, Faszination Pyramiden, darf man auch nicht fotographieren. Aber ich hab’s nicht gewusst. Bei diesem Modell, der sogenannten geknickten Pyramide, ist das Grössenverhältnis zwischen der vergleichsweise winzigen Grabkammer und der riesengrossen Pyramide beeindruckend.

Man erklärt auch die verschiedenen Methoden mit denen diese Riesenbauwerke erstellt worden sind

Das rekonstruierte Innere einer Grabkammer

Es ist sehr heiss in den Ausstellungsräumen, fast wie in Ägypten.

Stillleben mit Hund und Liegestuhl

Im benachbarten Schloss Aspern an der Zaya – hier gilt die gelöste Eintrittskarte ( noch bis Ende 2018 ) auch – ist die Ausstellung von der Urgeschichte bis zum Mittelalter untergebracht. Wir beschliessen wieder zu kommen, wenns ein wenig kühler ist.

Es grüßt die Chronistin

Das Notlicht in der Pyrmidenausstellung mit ägyptischer Frisur 🙂