2021 März – die Albertina

Eine wirklich sehenswerte Ausstellung SCHWARZ WEISS & GRAU ( übergrosse Bleistift- und Kohlezeichnungen von zeitgenössischen Künstlern ) und ein Gang durch die Prunkräume des ehemaligen Palais Albertina.

1744 ließ Maria Theresia für ihren engen Freund und Berater Don Emanuel Teles da Silva Conde Tarouca das Palais errichten. Architekt war Mauro Ignazio Valmaggini. 1792 mussten Albert und Marie Christine aufgrund von Krieg und Revolution aus Schloss Laeken in den Österreichischen Niederlanden, wo sie als Statthalter fungierten, flüchten. Zurück in Wien, benötigte das Paar eine standesgemäße Unterkunft, woraufhin Kaiser Franz II. ihnen 1794 das Palais auf der Augustinerbastei – die heutige Albertina – schenkte.

Albert ließ das Gebäude zunächst für seine Grafiksammlung und die Bibliothek adaptieren und in der Folge durch einen Repräsentationsflügel (zwischen 1802 und 1804) erweitern. Die 150 Meter lange Fassade demonstrierte dem nebenan in der Hofburg residierenden Kaiser eindrucksvoll die finanzielle Potenz und das Selbstwertgefühl des Herzogs. Die mitgenommenen Ausstattungsstücke aus Schloss Laeken wie Möbel, Fensterläden und Wandvertäfelungen wurden in die neuen Prunkräume integriert. Seidenbespannungen aus Lyon, kunstvolle Intarsienböden und vergoldete Kristallluster ergänzten das prächtige Erscheinungsbild.[1]

Da die Beiden keine Kinder hatten, erbte der Neffe, Erzherzog Karl, der siegreiche Feldherr gegen Napoleon, nach Alberts Tod dieses Palais.

Der Brunnen noch im Winterschlaf
Eine riesengrosse Momentaufnahme
Die Prunkräume hab ich für mich allein – Die wunderbaren Parkettböden sind Facsimile auf Kunststoffplatten, die das darunter liegende Original schützen
Das Goldkabinett – der Parkettboden ist hier original weil man es nicht betreten darf. Ein Wunderwerk…..
Der Musensaal – das Speisezimmer en famille
Hier sieht man das original Parkett und die Kunststoffplatten darüber
… aber das ist eine andere Ausstellung 🙂

2021-02-25 – Die sehenswerte Aztekenausstellung im Weltmuseum

Ich erinnere mich an das Buch “Die weissen Götter” aus meiner Kindheit. Sehr spannend, und an die vielen unausprechlichen Namen der Aztekischen Gottheiten und Könige…. Man taucht in eine unglaubliche, schöne Kultur ein, die diese Ausstellung sehr gut dokumentiert. In diesen Gedanken kommt Cortès nicht gut weg.

Tenochtitlan, die Hauptstadt der Azteken
Ausbruch des Popocatepetl
Das heutige Mexico
Ein Faksimile eines der noch erhaltenen Codices
Ein fazinierendes Bilderbuch
Warenangebot der Azteken
Gut zu wissen 🙂
Phantastische Skulpturen
Uniform der Adlerkrieger
Steinerne Schlange
Zur Bilderschrift der Azteken
Ein “Bild” aus einem Codix und die Erklärung
Eine edelsteinbesetzte Maske von hinten…
Diese Gefässe schauen doch hypermodern aus ??
Gefäss mit Schlafzimmerblick ??
Mictlantecuhtli, der Herr der Unterwelt.
Interessante Details zu seiner Bergung nachfolgend.

Opfergefässe
Götterfigur
Erscheinungsform des Quetzalcoatl (Kopie)
Grünstein, Koralle oder Spondylus
Aztekisch, Spätphase, frühes 16. Jhdt.
Original im Landesmuseum in Würtemberg – zu kostbar um sie zu transportieren

2020-12-18 – Ablaufdatum, eine sehenswerte Ausstellung im Naturhistorischen Museum in Wien

Eine kleine aber sehr intensive Ausstellung zum Thema Ablaufdatum und Wegwerfen von Lebensmitteln, Versiegeln von Ackerflächen und Verschwendung von Resourcen. Wieviel wird weggeworfen, weil es den Normen nicht entspricht ? Siehe Krümmung der Gurke, oder unregelmässige Kartoffeln, Karotten, Äpfel, etc.

Sehr leer ohne die Gastronomie
Entweder sollte statt dem ersten “a” ein “e” stehen, oder es fehlen die zwei Punkte auf dem zweiten”a” 🙂
Ein Tomatenbauer aus Apulien erhält 50 Cent pro kg Tomaten. Er verdient 2 Cent pro kg. Das deckt oft nicht einmal die Kosten für die Produktion.
Viele Betriebe in der Region können nur durch hohe Subventionen der EU überleben.
Im Jahr 2014 erhielten italienische Bauern über 3,9 Mrd. € Direkthilfe.
Im süditalienischen Tomatengeschäft herrschen sklavenähnliche Arbeitsbedingungen. Die Pflücker sind meist Migranten aus Osteuropa oder Afrika; sie werden meist illegal beschäftigt. Ihr Verdienst hängt davon ab, wie viel sie pflücken.
Eine 300-kg-Box bringt ihnen 4 €. 
In China verdienen die Bauern an 1 kg Tomaten umgerechnet 1 Cent. Mittlerweile ist China nach den USA und Italien der drittgrößte Tomatenproduzent. Chinesische Firmen bieten „Tomato paste“, hoch konzentriertes Tomatenmark, an. 90 % der chinesischen Tomatenprodukte werden exportiert.
Eine Tonne kostet rund 700 €. Italienisches Tomatenmark ist fast 13 % teurer.
Die Avocado ist ein Umweltsünder, aber daran denkt man hier in Europa nicht
Daher … siehe unten !!!

2020-11-01 – Kurz vor dem neuerlichen Lockdown ein Besuch der sehenswerten Maya-Ausstellung in Mistelbach

Die wirklich sehr schön kuratierte Ausstellung verblüfft mit aussergewöhnlichen Exponaten, die fast alle aus Guatemala stammen. Die Gefässe und Kultgegenstände sind fantastisch. Leider wird deren Verwendung nicht erklärt. In der Vorstellung der Maya hat die Welt am 11. August (meinem Geburtstag) 3114 v. Chr. begonnen und am 21. Dezember 2012 (Ellis Geburtstag) geendet. Wobei es unter den Mayas normalerweise eine Verlängerung gegeben hätte.

Wir – Elli, Wilfried und ich – konnten die Ausstellung gerade noch sehen. Am nächsten Tag wurden alle Museen und Ausstellungen auf grund des Lockdowns geschlossen. Was sehr schade ist…

Die Skulptur eines Königs auf einer Treppenstufe bedeutet Erniedrigung, weil man ihn quasi mit Füssen tritt
Was für wunderschöne “moderne” Skulpturen… aber schon über 1500 Jahre alt
Alles mit Abstand und mit Maske….